Als Grundlage für die KiM-Qualifizierungsinitiative ist 2022 in einer interdisziplinären Expert*innen-Gruppe eine Handreichung inklusive eines Kompetenzprofils für die Medienbildung in KiTas entwickelt worden. Darüber hinaus ist sie mit einem Kurs-Design für eine entsprechende Weiterbildung sowie durch eine beispielhafte Übersicht über frei verfügbare Selbstlerneinheiten (Online-Module, Tutorials etc.) angereichert.
In der Handreichung wird unterstrichen, dass die Allgegenwärtigkeit elektronischer Medien mit Bildungschancen, aber auch mit nicht zu unterschätzenden Gefahren verbunden ist und die Entwicklung von Medienkompetenz bei Kindern maßgeblich von der Haltung und der Kompetenz ihrer Rollenvorbilder im Umgang mit digitalen Medien abhängen.
Die Digitale Medienbildung wird in der Handreichung klar als ein doppelter Bildungsauftrag für KiTas charakterisiert: Gefördert werden soll in der KiTa sowohl das Lernen mit und über digitale Medien wie auch eine entsprechende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Medienpädagogische Förderansätze sollten Kinder zu einem kreativen, kritischen, handlungs- und produktionsorientierten Umgang mit digitalen Medien anregen und als Querschnittsaufgabe im Alltag der Kindertagesbetreuung entwicklungsfördernd und kindzentriert gestaltet werden.
Das in der Handreichung enthaltene Kompetenzprofil für Medienbildung in der KiTa ist am Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) ausgerichtet und umfasst drei Handlungsfelder:
- Handlungsfeld Pädagogische Fachkräfte
- Handlungsfeld Kinder
- Handlungsfeld Zusammenarbeit mit Eltern und Kooperationspartnern
